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Am Anfang stand der gute Wille … und schon bald folgte das große Stolpern.

Dass die Wirtschaft stets nach Profit strebt,ist weiter nicht skandalös. Es ist sogar die Existenzberechtigung einer modernen Wirtschaft. Die Globalisierung hat schließlich dazu geführt,dass nun alle daran teilnehmen dürfen. Da nicht alle von Haus aus die gleichen Voraussetzungen mitbringen, führt dazu, dass bei der Jagd auf den Gewinn so mancher den Kürzeren zieht. Dagegen anzutreten setzt natürlich den Willen voraus ein klein wenig gegen den Strom zu schwimmen. Und schneller als man es glaubt,findet man sich in einem Dschungel aus Bestimmungen und Zertifizierungen wieder. Die ethischen Grundsätze samt dazugehörigen kleinen Anbauer und handwerklichen Familienbetriebe scheinen sogleich in weite Ferne zu rücken und man fühlt sich plötzlich nur mehr von übermächtigen Konzernen umzingelt,die es bestens verstehen sich grün und fair zu waschen. Man gerät an Banken, die sich des eigenen Image zuliebe um „grüne und faire Unternehmen“ reißen,gleichzeitig aber Billigproduktionen in Entwicklungsländer als Rückzahlungssicherheit empfinden. Kurzum: Es wird ein langer Weg und das sogenannte System übernimmt dabei die Rolle des Stolpersteines. Aber deshalb gleich „f**ck the system“? Vielleicht ist das System gar nicht so falsch? Vielleicht funktioniert es bloß nicht richtig. Also muss man es reparieren. „Fixx The System“ sollte es demnach heißen!

“the Bad Seeds Company” investiert keine Gelder in kostspielige Zertifizierungsverfahren. 

"the Bad Seeds Company" investiert dieses Geld lieber in Arbeitskräfte und lässt seine Waren in kleinen und mittelgroßen Handwerksbetrieben in Italien produzieren.

 

Wir von “the bad Seeds Company” kennen unsere Schneiderinnen und Strickerinnen persönlich und glauben an einen fairen Handel.

„the Bad Seeds Company“ hat sich der ausschließlichen Verwendung nachhaltiger und umweltschonender Textilien verpflichtet. Nachwachsende Rohstoffe, die auf europäischem Gebiet wachsen und somit nicht um die halbe Welt transportiert werden müssen, spielen deshalb eine besonders große Rolle für uns. Nicht alle der Rohstoffe, die wir verwenden sind im Besitz einer Öko-Zertifizierung. Wir legen dort auf Zertifizierungen Wert, wo sie einen Sinn ergeben. Und das hat seine guten Gründe, denn der Anbau von  Hanf – so wie wir ihn für unseren Hanf-Denim verwenden - ist ja bekanntlich nicht überall erlaubt. In vielen osteuropäischen Ländern wird Hanf meist von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben angebaut die sich ein  Zertifizierungsverfahren gar nicht leisten können. Dass dieser Hanf dennoch als die umweltschonendste Textilie gilt, spricht von selbst, da Hanf durch sein Naturell keinerlei Pestizide bedarf zumal es sich nicht um großflächigen Intensivanbau handelt und zudem THC-haltiger Hanf bei der Aussaat beigemengt wird. Eine nachträgliche Zertifizierung dieser Produktionskette würde ungleich hohe Kosten mit sich führen.

Ähnlich verhält es sich auch beim Brennesselstoff den wir für „Sofia’s Coat“ verwenden.

Andere Materialien, die wir verwenden, sind dennoch im Besitz verschiedener Zertifikate, wie etwa die Hanf/Baumwoll-Gemische für unsere Shirts. Von „Anna’s Shirt“ über „Tina’s Dress“ bis hin zu „Winona’s Sleeve“ sind diese jeweils anteilsmäßig unterschiedlichen Gemische im Besitz sämtlicher Zertifizierungen – von Bio (Baumwolle) bis Fairtrade (Anbau und Verarbeitung).

Bei der Wahl unserer Rohstoffe spielt das Herkunftsland ebenfalls eine wichtige Rolle. So wird der Leinen, den wir beziehen, hauptsächlich in Deutschland angebaut. Allerdings kann es je nach Angebot und Nachfrage zu Ausnahmen kommen. Der Grundgedanke ist selbstverständlich der, dass dieser Stoff auch tatsächlich in Mitteleuropa angebaut wird. Doch schon die Tatsache, dass dieser Stoff auch hier angebaut werden könnte und in Verbindung mit der steigenden Nachfrage wird auf lange Sicht so manchen auf den Plan bringen und zu einer Umstrukturierung im Sinne einer vielfältigen Landwirtschaft führen.

In unsere Vorstellung einer „besseren Wirtschaft“ fällt natürlich auch der Gedanke des Recyclings. Das Garn das wir verstricken stammt von alten Jeans. Diese werden geschreddert um anschließend neu versponnen zu werden. Der daraus entstehende Baumwollfaden wird dann von unseren Strickerinnen in Italien verstrickt. Dies geschieht zurzeit noch an manuell betriebenen Strickmaschinen und daran werden wir vermutlich vorerst wohl nichts ändern. Der Gedanke an dieses zweite Leben einer Jeans hat uns dazu bewogen unseren Strickwaren den treffenden Namen „2nd life“ zu geben.

Vom Anbauer des Rohstoffes bis hin zum fertigen Bekleidungsstück ist dies natürlich ein langer Weg. Und in unserem Falle weist dieser Weg schon so manche Zertifizierungslücke auf. Dem könnte nachgeholfen werden, was aber eine Unmenge an Kosten mit sich bringen würde.

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